Ayurveda-Kur Erfahrungsbericht – meine erste Panchakarma-Kur

Meine erste Ayurveda-Kur liegt hinter mir – ich habe 5 Kilo abgenommen und sehr viel gelernt im Rahmen der Panchakarma-Kur. Als ich wieder zuhause war, hat mein Körper begonnen, zu reagieren, teilweise „negativ“.

Da ich weiß, dass mich viele Menschen demnächst fragen werden, wie es war, verfasse ich heute meinen ersten Erfahrungsbericht.

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Meine Gründe für eine Ayurveda-Kur

Eine Ayurveda-Kur macht man, um Ruhe, Entspannung und Heilung zu finden. In meinem Fall war eine andere Motivation vorhanden: Ich habe nach einer schönen Idee gesucht, mir eine „effektive“ Auszeit zu gönnen. Eine Auszeit, in der ich mich weit zurückziehen kann und ganz nebenbei viel für meine Gesundheit tun kann.
Bisher habe ich mich einfach nur zurückgezogen während meiner Auszeiten und mich rein auf das Geistige fokussiert, doch dieses Mal wollte ich mehr.

Von einer Ayurveda-Kur hatte ich keine Ahnung und von einer Panchakarma-Kur noch viel weniger! 😉
Aber ich wusste, dass „Panchakarma“ tiefgehende Reinigung bedeutet und dass im Rahmen einer Ayurveda-Kur auch meditiert wird und es wunderbare Massagen und andere „Anwendungen“ gibt. Dazu eine Gruppe von Gleichgesinnten, was energetisch möglicherweise auch noch gut ist.

Ich habe mich also rein nach Gefühl für eine Ayurveda-Kur mit Panchakarma-Reinigung entschieden – und hatte keinerlei Vorwissen.

 

Meine Gründe für eine Ayurveda-Kur in Deutschland

Ich habe es so wahrgenommen, dass man erst dann echter Ayurveda-Jünger ist, wenn man eine Kur in Indien gemacht hat. Aber für das erste Mal und als gut beschäftigter Selbständiger habe ich mich für eine zeiteffiziente Auszeit in Deutschland entschieden.

Maximal 3 Stunden Anreise, Möglichkeit einer echten Panchakarma-Kur innerhalb von 14 Tagen und viel Rückzugsmöglichkeit, da diese Ayurveda-Kur meine jährliche Auszeit in 2016 darstellt.

Nach allerlei Recherche und den guten Erfahrungen meiner Partnerin, habe ich das AUM-Zentrum in Pfedelbach bei Heilbronn ausgesucht.

 

Die vergessene Zeit

Das AUM-Zentrum in Pfedelbach ist, ausweislich der Homepage-Informationen, eines der ältesten Ayurveda-Zentren in Europa. Das ist ja an sich schon mal gut, denn es suggeriert mir Erfahrung. Das ist „beim ersten Mal“ möglicherweise wichtig.

Als ich die Homepage das erste Mal anschaute, glaubte ich mich weit in die Vergangenheit zurückversetzt. Kleine Bilder, sehr alte Homepage-Technik und nichts, was sich als „modern“ präsentiert. Dafür schien aber alles sehr familiär zu sein – und das entsprach meinen Vorstellungen bezüglich einer Auszeit sehr.

Die Zimmer waren für mich das wichtigste, denn ich brauchte und wollte Ruhe. Hellhörigkeit konnte ich gar nicht gebrauchen. Da half die Homepage wenig und so rief ich an und schilderte mein Anliegen. Ich erhielt eine Zimmerempfehlung, wobei das Zimmer eigentlich eine kleine Wohnung war. Obendrein handelte es sich um die teuerste Zimmer-Kategorie. Egal, ich buchte Zimmer 22.

Wie ich im Laufe meiner Ayurveda-Kur bemerkte, war diese Zimmerwahl optimal für mich.

Ankunft und erster Eindruck

Als ich ankam, fühlte ich mich tatsächlich in der Zeit zurückversetzt. Hier ist eine ganz andere Energie. Es fühlte sich wie eine geweihte Kraftenergie an. Es dauerte keine 10 Minuten und mein Körper schaltete in eine Art „Regenerationsmodus“. Etwa 60 Minuten später war auch „der Geist“ im Ruhemodus und das Ego verstummte.

Die gesamte Anlage erschien weder modern noch zeitgemäß. Nichts für Schickimicki-Leute, die sehen und gesehen werden wollen. Kleiderordnung gibt es nicht, und beim Essen wird vielfach geschwiegen. Die Einrichtung der Zimmer ist wirklich schlicht, eigentlich unterdurchschnittlich. Das WLAN im Haupthaus ist schlecht, in den jüngeren Gebäuden gibt es kein WLAN.

Die aktive linke Gehirnhälfte fände hier Gründe zum Meckern im Überfluß. Diese Gründe auszublenden und sich ganz „der vergessenen Zeit“ hinzugeben, ermöglicht erst, den Charme des AUM-Zentrums wahrzunehmen.
Das beginnt bei den Menschen, die allesamt sehr nett und teilweise rührend liebevoll um das Wohl ihrer Gäste bemüht sind.

 

Ayurveda-Kur Ablauf: Panchakarma

Damit dieser Bericht hier kein Buch wird, fasse ich mich etwas kürzer.

Zunächst einmal zum Tagesablauf.

Der Tagesablauf im AUM-Kurzentrum

07:30 Uhr: Yoga- und Atemübungen

08:30 Uhr: Frühstück

12:30 Uhr: Mittagessen

17:00 Uhr: Tee

17:45 Uhr: Vortrag oder Fragenrunde

18:50 Uhr: Meditation und Musiktherapie

20:00 Uhr: Abendessen

Zwischen diesen festgelegten Zeiten finden, entweder am Vormittag oder am Nachmittag, die Therapieanwendungen statt.
Die freie Zeit kann beliebig gestaltet werden – ich freute mich insbesondere auf viel Zeit im Wald.

Panchakarma-Rhythmus

Ich habe für meine erste Ayurveda-Kur 18 Tage gebucht und dabei den folgenden Panchakarma-Rhythmus erlebt:

Tag 1: Ankommen und Aufnahmegespräch
Tag 2: 1. Anwendung: Dampfbad
Tag 3: 2. Anwendung: Ganzkörpermassage
Tag 4: 1. Ghee-Tag
Tag 5: 2. Ghee-Tag
Tag 6: 3. Ghee-Tag
Tag 7: 3. Anwendung: Dampfbad
Tag 8: 4. Anwendung: Ganzkörpermassage
Tag 9: 5. Anwendung: Dampfbad
Tag 10: Abführtag
Tag 11: Ruhetag

Ab Tag 12 begannen die Bastis, also Einläufe: Nasenbasti, Ohrenbasti, …
Dazu später noch mehr!

 

Die Wirkung der Panchakarma-Kur

Es wird ein besonderes Öl verwendet, das mehrtägig geköchelt, die Poren der Haut nicht verstopft, sondern eine intensive Reinigung fördert. Deshalb beginnt eine Panchakarma-Kur immer mit einem ölbasierten Entgiften. Die Tage 2 und 3 sind die „Eingangstür“ zum Reinigungsprogramm.

Ghee-Tage

Ghee ist eine Sensation. Früher nannte man das Butterschmalz oder geklärte Butter.
Ich kenne und verwende Ghee bereits privat, weil ich von der Wirkung überzeugt bin.
Bei der Ayurveda-Kur wird medizinisches Ghee verwendet und während der Ghee-Tage in flüssiger und heißer Form getrunken.
Am ersten Tag gibt eine Vierteltasse, an Tag 2 eine halbe Tasse und schließlich an Tag 3 eine ganze Tasse heißen Ghee zu trinken.

Dieses Ghee-Trinken ist eine der ersten Herausforderungen der Panchakarma-Kur, denn mit zunehmender Menge wird der Ghee eklig. Mir hat es nichts ausgemacht, aber vielen anderen schon.

Der Ghee reinigt und entgiftet bis auf Zellebene und das macht ihn so wertvoll. Da ich meinen Körper gut spüren kann, konnte ich schnell bemerken, wie stark die Beanspruchung des Körpers durch die Reinigung ist. Der Körper brucht während dieser Tage vor allen Dingen Ruhe.

Virechan

Das ist der Fachausdruck für den Abführtag. Man bekommt morgens eine kleine Kräuterpille, die beinahe schon lächerlich klein aussieht. Dann gibt es ein Getränk, das auf cassia fistula basiert. Das schmeckt echt nicht gut. In meinem Fall gab es zweieinhalb Tassen davon und das ist, bei dem Geschmack, eine echte Überwindung.

Wiederum hatten einige Teilnehmer entsprechende Schwierigkeiten.

Nachdem die Einnahme geglückt ist, begibt man sich aufs Zimmer und wartet, wann der Darm sich meldet. Das wird einige Male den Tag über sein und alles Gift, was der Ghee nun über Tage in den Darm gegeben hat, wird nun abtransportiert.

Der Körper braucht diesbezüglich wiederum viel Kraft und deshalb ist ja der Folgetag auch der Ruhetag.

Die Kraft erwacht

Es ist ein wunderbares Gefühl, das sich nach dem Abführtag einstellt. Man bemerkt, wie die eigene Kraft erwacht, erst langsam, dann immer stärker.
Die Einläufe, die nach dem Ruhetag folgen, helfen zielgerichtet, dem Körper beim weiteren Entgiften zu helfen.
Je mehr Gift verschwindet, um so mehr erwacht die eigene Körperkraft.
Sensationelles Gefühl.

 

Essen und Trinken während der Ayurveda-Kur

Das Essen ist sehr gut, auch wenn es irgendwann etwas eintönig wird. Es wird generell für alle Kurgäste eine Art „Diätkost“ verabreicht. Dabei wird darauf Wert gelegt, dass das Essen leicht verdaulich ist und energieaufbauend wirkt. Wasser und Tees gibt es als Getränke.
Mögliche Unverträglichkeiten werden natürlich berücksichtigt.

Kuhmilch und jede Menge Gewürze

Im Ayurveda hat Kuhmilch einen hohen Stellenwert. Es gilt nicht als Getränk, sondern als „Essen“ und wird dementsprechend „gegessen“. Dies beginnt bereits beim Frühstück.

Generell werden alle Mahlzeiten mit ayurvedischen Gewürzen so zubereitet, dass das Verdauungssystem davon profitiert und eine Entlastung stattfindet.

Das Frühstück

Zum Frühstück gibt es Brei oder „Pops“. So wartet den einen Morgen ein Schüsselchen Griesbrei auf den hungrigen Magen, ein anderes Mal ein Ayurveda Basis-Brei oder ein paar Löffel Frühstückspops. Die Zubereitung basiert immer auf guter Demeter-Rohmilch vom Biobauern aus der Nähe. Ayurveda kocht Milch ab und die Milch ist auch wesentlicher Bestandteil im zum Brei servierten Chai-Tee.
Obwohl es keinen Nachschlag gibt, habe ich niemanden über „Hunger“ klagen hören!

Wer mit Kuhmilch ein Problem hat, bekommt als Alternative Reismilch.

Das Mittagessen

Zum Mittagessen gibt es: eine Suppe, ein Chapati (Fladenbrot), eine kleine Portion Gemüse, eine kleine Portion Salat und eine Portion Reis.
Das Mittagessen ist im Ayurveda die Hauptmahlzeit und somit ist es sättigend – und es gibt Nachschlag, außer beim Reis.

Teatime oder Poptime

Zur Teatime gibt es wiederum Pops und eine Tasse Chai-Tee. Die Pops sind Amaranth-, Hirse-, Dinkel-, Quinoa- oder Reispops. Leider kein Nachschlag! 😉

Das Abendessen

Das Abendessen ist schnell erzählt: Es gibt eine Suppe, mit Nachschlag-Option.

Wer, wie ich, französische Essgewohnheiten pflegt, für den ist das Abendessen auf den ersten Blick ein echt schlechter Witz.

 

Wie es mir ergangen ist

Meine erste Ayurveda-Kur habe ich als echten Gewinn betrachtet. Knappe 3 Wochen hatte ich für mich alleine und ich habe das erste Mal in meinem Leben meinem Körper eine derart fokussierte Reinigung gegönnt. Ja, eine Fastenkur ist toll, doch die Panchakarma-Kur scheint mir weiter zu gehen.

Yoga gleich am Morgen, nach dem Frühstück entweder Anwendungen oder Wandern in der Natur, Fragestunden, Vorträge, Kochvorführungen, Meditation – und viel Ruhe und Rückzug – ergab für mich einen Mix, den ich genau so haben wollte.

Die Ghee-Tage waren für mich toll, der Abführtag ebenso. Ich habe gespürt, wie mein Körper mit Freude das Alte losgelassen hat.

Die Stimmung innerhalb der Teilnehmergruppe war manchmal etwas „motzig“. Doch das entscheidet jeder selbst, auf was er seine Aufmerksamkeit fokussieren möchte. Ja, es gibt beim AUM-Zentrum sicherlich einiges zu verbessern – und das dürfte überall so sein.

Ich habe es genossen!

Ach ja, ich bin Kaffee-Fan durch und durch und ich war mir sicher, dass mir mein Kaffee fehlen würde. Nicht die Bohne. Ich habe ihn schlicht und ergreifend vergessen. 🙂

 

Nachtrag 2 Wochen nach der Ayurveda-Kur

Nun bin ich 2 Wochen wieder im echten Leben und habe langsam wieder auf bisherige Genussgewohnheiten umgestellt.
Es ist für mich sehr interessant zu erleben, wie sensibel der Körper geworden ist. Meine volle körperliche Leistungsfähigkeit habe ich noch nicht wieder erlangt, er ist mir immer mal wieder schwindelig und je tierischer das Essen, um so schneller geht der Kreislauf in den Keller.
Das hatte ich eingangs mit „negativ“ gemeint. Mein Körper ist viel empfindlicher geworden. Natürlich ist das nicht negativ, aber ich möchte das erwähnen, gerade falls Du zum Stamme der Workaholics gehörst.

Ebenfalls bemerkenswert: Ich bin wesentlich ruhiger als vor der „Kur“ – und das, obwohl mein Terminkalender übervoll ist.

Die 5 Kilo, die ich abgenommen habe, sind noch immer weg – auch das erstaunt mich!

Fazit: Auch nach 2 Wochen wieder „draußen“ geht es mir weiterhin sehr gut!

 

Nachtrag 6 Monate nach der Ayurveda Kur

In der Zwischenzeit habe ich einen weiteren Erfahrungsbericht geschrieben, der Dir zeigt, was 6 Monate nach der Ayurveda-Kur geblieben ist.
Ayurveda Panchakarma-Kur – Erfahrungen 6 Monate danach

 

P.S.
Ich werde diesen Beitrag noch ab und zu etwas ergänzen, aber im Augenblick liegen die Prioritäten an anderer Stelle. Ich hoffe, Du hast auch so bereits einen kleinen Einblick erhalten können.

 

 

Mögest Du das Leben leben, das Deiner wahren Größe entspricht!
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1 Gedanke zu „Ayurveda-Kur Erfahrungsbericht – meine erste Panchakarma-Kur“

  1. Danke für die INFO

    Ichkann also auch in Deutschland eine Ayurvedakur machen muss nicht nach Indien und ewig im Flugzeug sitzen.

    Ich werde mir das überlegen…

    DANKE nochmals

    Herzlich Irene

    Antworten

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